MICHAELA WIEZOREK

1961 in Berlin Pankow geboren, 
in Hohenschönhausen aufgewachsen.

Meine Familie

Meine Eltern waren Arbeiter, mein Vater arbeitete als Gerüstbauer und meine Mutter war Verkäuferin beim Bäcker im Ort. Ich wuchs mit meinem Bruder in einem behüteten und sehr aktiven Elternhaus auf. Schon früh ließen uns unsere Eltern viel ausprobieren zeigten und erklärten uns die Welt und wie man darin leben kann. Da meine Eltern aus unterschiedlichen religiösen Haushalten (evangelisch und katholisch) kamen, ließen sie uns konfessionslos aufwachsen, unseren eigenen Weg suchen und gehen. 

Schule und Sport

Ich besuchte die 10 klassige Polytechnische Oberschule in Hohenschönhausen mit Sportorientierung. 

Von der zweiten bis achten Klasse trainierte ich im Sportclub Dynamo Hohenschönhausen Eisschnelllauf. Diese Sportart hat mich von Anfang an gefesselt, auf Kufen schnell vorankommen und mit guter Technik auch Kurven zu meistern, das war genau meins. Ab der 4. Klasse erhöhte sich das Trainingspensum auf bis zu 4-mal in der Woche. Damals trainierten wir im Winter noch unter freien Himmel. Da unsere Eisfläche direkt neben dem Welli lag und unser Athletiktraining in der gleichen Sporthalle stattfand, war sehr früh die Leidenschaft für das Eishockey entbrannt. 

Seit 1972 im Welli und seit 2012 in der Arena am Ostbahnhof rufe ich DYNAMO – wenn die Eisbären um Siege kämpfen. Überhaupt gehört seit meiner Kindheit Sport zu meinen wichtigsten Hobbys ob aktiv in der beim Eisschnelllauf, in der Leichtathletik-Schulauswahl, oder Schulschwimmmeisterschaften – ich war immer dabei und habe viele gute Platzierungen für die Mannschaft oder mich errungen. Und natürliche verfolge ich bis heute mit Leidenschaft Sportsendungen ob im Winter oder Sommer. Besonders auch den ersten Titel der Eisbären in der DEL am 19. April 2005. 

Ausbildung

Nach einer Lehre als Bauzeichnerin begann ich mein Studium an der Ingenieurschule für Bauwesen mit dem Schwerpunkt Rekonstruktion. 
Als Lehrling und später auch als Hochbauingenieurin war ich bei den damaligen Sanierungen und Umbauten im Prenzlauer Berg, am Arminplatz tätig.  Dies war für einen Ingenieur eine spannende Zeit. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Innenhöfe entkernt, alle Wohnungen erhielten neue Bäder und Küchen, die Fassaden wurden saniert, der Bezirk bekam ein neues Gesicht. Daran mitzuwirken zu können, war gut. 

Doch das änderte sich als von uns Projektanten aus Kostengründen nur noch Standardlösungen gefordert wurden. So hatte ich mir meinen Beruf nicht vorgestellt und ich wollte mich verändern. Glücklicherweise öffnete sich eine neue Tür: Ich konnte beim Modellsportverband der DDR die freigewordene technische Leitung des Flugmodellsports übernehmen und konnte so mein Hobby zum Beruf machen. Diese Tätigkeit übte ich bis zur Auflösung des Verbandes 1989/90 aus.

Politische Arbeit

Im Sommer 1989 stand dann schon wieder Wende an, doch diesmal bewegte sich ein ganzes Land. Im Herbst verstärkte sich der Widerstand auf allen Ebenen. Ich war bis dahin kein Parteimitglied. Aber als ich sah wer jetzt alles abtrat, glaubte ich mit einem Eintritt etwas verändern zu können. Jung und unbelastet mit Ideen für eine neue Zeit und Struktur, hatte ich schnell ein Mandat und Verantwortung. So saß ich ab 1990 in der Bezirksverordnetenversammlung in Marzahn und kam in den Landesvorstand der PDS. Die Arbeit in der BVV war wirklich spannend und forderte in dieser Zeit viel Engagement. In der Art der Arbeit dauerte es nicht lange, bis ich für mich erkennen musste, daß Parteien nicht zu meinen Vorstellungen von Gestaltung geeignet sind. Und so begann ich im Januar 1992 wieder in als Bauingenieurin zu arbeiten und schied nach Ende der Legislatur auch aus der BVV. 

Familie

1994 kam meine Tochter zur Welt und es begann ein neuer Lebensabschnitt. 
Ausbildung

Beruf

Nach der Geburt machte ich mich als Vertriebsleiterin für Fertigteilhäuser selbständig und lehrte nebenbei als Honorarkraft an einer Weiterbildungseinrichtung zu den Themen HOAI und Vergabe. Im weiteren Verlauf meiner beruflichen Tätigkeit habe ich von der Projektierung bis zur Bauüberwachung, der komplexen Betreuung/Verwaltung von Wohn- und Gewerbeimmobilien, sowie seit 2011 in der Objektbewirtschaftung für Städtische und Kommunale Verwaltungen Ingenieurleistungen, auch mit Leitungsfunktionen erbracht. Dabei habe ich gelernt, dass für die Lösung von Aufgaben nicht nur fundierte Fachkenntnisse erforderlich sind, sondern darüber hinaus auch lösungsorientiertes Arbeiten mit allen Beteiligten notwendig ist. 

1999 zogen wir von Berlin in den Norden, nach Hohen Neuendorf. Seit dem mein Kind hier in den Kindergarten und dann in die Schule ging, war ich neben der Arbeit auch immer gesellschaftlich aktiv. Ich war Elternsprecher, Übungsleiter und Vereinsvorsitzende. In den Osterferien fuhren wir mit mehreren Trainingsgruppen nach Zinnowitz ins Trainingslager, die Klassenfahrten in der Grundschulzeit meines Kindes begleitet ich ebenfalls.  Diese Arbeit im Verein und im Ehrenamt an der Schule halfen mir auch in einer Zeit, in der ich durch einen persönlichen Verlust wenig Zuversicht hatte. Nicht nur die reine Ablenkung durch die Arbeit im Ehrenamt sondern insbesondere das aufmerksame Miteinander gabe mir Mut und Zuversicht.

Hamburg

Auch beruflich suchte ich neue Wege. Ich trat in den öffentlichen Dienst ein und ging nach Hamburg. Insbesondere diese erfolgreiche Arbeit beim Schulbau Hamburg, mit den Aufgabenstellungen aus Sanierungen, Um-, Aus- und Neubauten, in Abstimmung mit den schulischen Nutzern sowie dem Bildungsträger, unter Aufrechterhaltung des Schulbetriebes bereicherten nicht nur mein Wissen, sondern ließen mich erfahren, welches Potential in der Gestaltung öffentlicher Räume liegt. Ich konnte mein Wissen und meine Erfahrungen für das Gemeinwohl einbringen, als Diplom Bauingenieurin durch das Planen und Bauen von Schulen – und so für eine gute Bildung sorgen!

Königs Wusterhausen

Heimweh beendete meine Zeit im Hamburg. Ich hatte anspruchsvolle Aufgabe, ein tolles Team, ich arbeitete in einem Büro bei dem durch die geöffneten Fenstern die Glocken vom Michel ebenso zu hören waren, ebenso wie die Sirenen der »Queen Mary 2«. – Etwas fehlte in meinem Leben: der Brandenburger Duft – die Mischung von Kiefernwald und Wasser, die Einzigartigkeit, die es nur hier gibt.

Engagement

Ich habe meinen Platz gefunden, in unserem Königs Wusterhausen. 
Und ich möchte das, was mein bisheriges Leben gezeichnet, strukturiert und bereichert hat, bei der Gestaltung unserer Stadt einbringen:

  • Aus meiner Selbstständigkeit: Die Stärkung der örtlichen Wirtschaft – als Arbeitgeber für Bürger unserer Stadt
  • Aus meinem Verein: Die Stärkung des Ehrenamtes – für den sozialen Zusammenhalt 
  • Aus Hamburg: Gute Räume für gute Bildung – von Klein bis Groß
  • Aus meinen Verwaltungserfahrungen: Verschiedene Sichten und Optionen zusammenführen – für ein gemeinsames Ziel
  • Aus meiner bisherigen Zeit in KW: Die Ortsteile verbinden – zu einer gemeinsamen Stadt